Ziele und Fristen

Die Wasserrahmenrichtlinie - Gewässerschutz von der Quelle bis zur Mündung

Mulde unterhalb von Priorau
Mulde unterhalb von Priorau (Quelle: LHW)

Wasser ist nicht nur Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Wasser ist nicht zuletzt Lebensmittel Nummer Eins. Sauberes Wasser ist daher ein Gebot der Stunde.

Die europäische Wasserrahmenrichtlinie trägt dem Rechnung. Sie hat sich einen nachhaltigen Gewässerschutz auf die Fahnen geschrieben. Das heißt: Gewässerschutz wird nicht länger als nationale Aufgabe verstanden. Maßnahmen zur Steigerung der Wasserqualität machen nicht länger an Ländergrenzen halt. Vielmehr wird Gewässergüte von der Quelle bis zur Mündung betrachtet. Insoweit beschreibt die Wasserrahmenrichtlinie ein neues Zeitalter für den Gewässerschutz in Europa.

Das Ziel der Wasserrahmenrichtlinie ist anspruchsvoll und folgt einem festgelegten Zeitplan. Alle Oberflächengewässer und das Grundwasser sollen europaweit nach einheitlichen Kriterien bewertet und wo nötig mit einem speziellen Masterplan zu einem "guten ökologischen Zustand" geführt werden. Wo das bislang nicht möglich war, kann die Frist bis 2021/27 verlängert werden. In bestimmten Fällen werden Ausnahmen zugelassen.

Kerninstrument der Wasserrahmenrichtlinie sind die Maßnahmenprogramme und Bewirtschaftungspläne. In Auswertung der vorliegenden Ergebnisse sollen dabei gemeinsam mit allen Beteiligten verhältnismäßige und zielgerechte Lösungsansätze für die Umsetzung erarbeitet werden.